Saisonales Wissen · Frühling

Sicher Anweiden –
damit dein Pferd gesund
in den Frühling startet

Schön, dass du dich für das Thema Anweiden interessierst.

Hier haben wir Wissen zusammengestellt, das in der kritischen Anweidezeit zählt – vom richtigen Einstieg über Risikofaktoren bis zur Hufrehe-Prävention.

Pferde auf der Frühlingsweide beim Anweiden

Worauf kommt es beim Anweiden an?

Frühlingsgras ist reich an Zucker, Pektin und Fruktanen – und damit für den Pferdedarm eine echte Herausforderung. Wer die Zusammenhänge kennt, ruhig vorgeht und die richtigen Schritte einleitet, schützt sein Pferd wirksam vor Verdauungsproblemen, Kolik und Hufrehe.

  • Pferde, die zu Stoffwechsel- oder Verdauungsproblemen neigen – oder eine Hufrehe-Vorgeschichte haben
  • Leichtfuttrige Pferde und Pferde mit Übergewicht – ihr Stoffwechsel reagiert besonders sensibel auf zuckerreiches Frühjahrsgras
  • Hohe Fruktanwerte im Gras – sonnige Tage mit kalten Nächten lassen den Fruktangehalt stark ansteigen; besonders kritisch sind die Morgenstunden
  • Weiden mit Hochleistungsgräsern – diese sind auf hohe Zucker- und Energiedichte ausgelegt und damit für empfindliche Pferde besonders riskant
Je mehr Risikofaktoren zutreffen, desto behutsamer und kontrollierter sollte das Anweiden erfolgen.
1
Starte langsam – wirklich langsam. Lieber zu langsam als zu schnell. Der Darm braucht Zeit.
2
Heu bleibt die Basis. Rund um die Uhr Heu füttern, nie mit leerem Magen raus. Bei sehr saftigen Weiden ein Heunetz auf der Weide anbieten.
3
Beobachte den Kot – täglich. Weicher Kot ist ein Warnsignal, kein „ist halt Frühjahr" – langsamer anweiden.
4
Checke die Hufe nach dem Weidegang. Fühle Wärme und prüfe den Puls, achte auf vorsichtigen Gang. Wenn etwas kippt: sofort Weideverbot.
5
Stabilisiere den Darm gezielt. Bei empfindlichen Pferden sind Bitterkräuter und Huminsäuren sinnvoll.
6
Wurmmanagement: Kotprobe statt Bauchgefühl. Strategie rechtzeitig planen, nicht blind „prophylaktische" Wurmkuren verteilen.
7
Weidemanagement schlägt jede Ergänzung. Portionieren, zeitlich begrenzen, ggf. Fressbremse bei Risikofaktoren. Langfristig die Weiden ausmagern durch gezieltes Nachsäen und Managen.
Darm & Stoffwechsel
  • Kot wird plötzlich weich oder Kotwasser tritt auf
  • Säuerlich riechender Kot – ein Hinweis auf Gärungsprozesse im Darm
  • Blähungen oder ungewöhnlich starke Bauchgeräusche
  • Leichte Koliksymptome nach dem Weidegang
  • Fressunlust oder veränderte Wasseraufnahme
  • Spürbarer Leistungseinbruch in der Anweidezeit
Bei weichem Kot oder Blähungen: Weidezeit sofort reduzieren und Bitterkräuter zufüttern. Bei starken oder anhaltenden Verdauungsproblemen die Weide vollständig schließen und tierärztlichen Rat einholen.
Hufe
  • Hufe nach dem Weidegang ungewöhnlich warm
  • Puls an den Fesselbeugern fühlbar oder stärker als sonst
  • Pferd läuft „wie auf rohen Eiern" – vorsichtig, zögernd, kurztrittiger als gewohnt
Bei diesen Zeichen sofort Weideverbot und tierärztlich abklären lassen – im Zweifel immer lieber einmal zu früh als zu spät anrufen.

Artikel, Podcasts & Webinare

Alle Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Bei Verdacht auf Hufrehe oder Kolik immer den Tierarzt kontaktieren.

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Alle Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine tierärztliche Beratung.

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