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Hufrehe – erkennen, verstehen, handeln

Schön, dass du hier bist. Auf dieser Seite haben wir die wichtigsten Informationen rund um Hufrehe für dich zusammengestellt – von Frühwarnzeichen über Sofortmaßnahmen bis hin zu fundierten Fachbeiträgen.

Ob akuter Verdacht oder Vorsorge: Hier findest du Orientierung und geprüftes Wissen, das dir und deinem Pferd weiterhilft.

Pferd auf der Weide – Hufrehe erkennen und handeln © Shannon Falk / privat

Was du über Hufrehe wissen solltest

Hufrehe ist eine der häufigsten und zugleich gefährlichsten Huferkrankungen beim Pferd. Je früher du die Anzeichen erkennst und handelst, desto besser die Prognose für dein Pferd.

Bei Hufrehe (Laminitis) entzündet sich die Huflederhaut – die empfindliche Verbindungsschicht zwischen Hufbein und Hufkapsel. Im schlimmsten Fall kann sich das Hufbein absenken oder sogar durch die Sohle durchbrechen.

Hufrehe ist keine reine „Frühlingskrankheit". Sie kann das ganze Jahr über auftreten und hat vielfältige Ursachen: Stoffwechselstörungen wie EMS oder Cushing, Überlastung, Vergiftungen oder auch Nachgeburtsprobleme bei Stuten.

Grundsätzlich kann jedes Pferd an Hufrehe erkranken. Einige Faktoren erhöhen das Risiko jedoch deutlich:

Stoffwechselerkrankungen: Pferde mit EMS (Equines Metabolisches Syndrom), Insulinresistenz oder KPU (Kryptopyrrolurie) haben ein signifikant erhöhtes Reherisiko. Etwa 90 % aller Rehefälle haben einen endokrinologischen Hintergrund.

Übergewicht: Fettleibige Pferde – insbesondere leichtfuttrige Rassen wie Isländer, Haflinger oder Shetlandponys – sind besonders gefährdet.

Fütterungsfehler: Zu viel Fruktan im Weidegras, plötzlicher Futterumstellung oder übermäßige Kraftfuttergaben können einen Reheschub auslösen.

Belastung: Starke mechanische Überlastung (z. B. langes Laufen auf hartem Boden) kann eine Belastungsrehe verursachen.

Hufrehe kündigt sich oft schleichend an. Diese Frühmarker können Hinweise auf ein erhöhtes Risiko sein:

Frühmarker Worauf achten?
Fühliges Laufen Pferd tritt vorsichtig, besonders auf hartem Boden
Vermehrte Wärme im Huf Regelmäßig Huftemperatur kontrollieren
Gewichtszunahme / Fettpolster Besonders Mähnenkamm, Schweifansatz, über den Augen
Veränderung der Hufringe Divergierende Ringe (an der Zehe enger als an den Trachten)
Leistungsabfall Steifheit, Unlust, häufiges Hinlegen

Mehr dazu erfährst du im Fachartikel „5 Frühmarker, die auf Hufrehe hinweisen können" weiter unten.

Bei Verdacht auf einen akuten Reheschub ist schnelles Handeln entscheidend. Rufe sofort den Tierarzt, wenn du folgende Symptome beobachtest:

1
Vermehrte Pulsation an den Fesselarterien
Fühle die digitale Pulsation – eine deutlich verstärkte, pochende Pulsation ist ein Alarmzeichen.
2
Typische Rehehaltung
Das Pferd verlagert sein Gewicht auf die Hinterhand, die Vorderbeine werden nach vorne gestreckt.
3
Warme Hufe und Bewegungsunlust
Die Hufe fühlen sich deutlich wärmer an als üblich. Das Pferd bewegt sich steif oder weigert sich zu laufen.
4
Sofortmaßnahmen einleiten
Weidegang sofort stoppen, Hufe kühlen, weiches Polster unterlegen und Stressfaktoren minimieren – bis der Tierarzt kommt.

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Entdecke unsere sorgfältig aufbereiteten Inhalte zum Thema Hufrehe – von Frühwarnzeichen über Prävention bis hin zu Weidemanagement.

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