Fellwechsel, Wurmdruck & Weideabschied –
damit dein Pferd fit
in den Herbst kommt
Schön, dass du dich mit dem Herbstfellwechsel beschäftigst.
Während du noch im T-Shirt in der Sonne schwitzt, hat dein Pferd innerlich längst den Kalender umgeblättert. Hier findest du das Wissen, das in der Übergangszeit zählt – von den richtigen Nährstoffen über Heu-Timing und Weidemanagement bis zur Kotprobe im Herbst.
Was beim Fellwechsel im Pferd passiert
Im August und September ist der Sommer noch spürbar – aber der Körper des Pferdes hat längst umgeschaltet. Winterfell bilden, entgiften und sich gegen Parasiten wehren läuft jetzt gleichzeitig. Wer die Zusammenhänge kennt und die Fütterung Schritt für Schritt anpasst, begleitet sein Pferd sanft durch die anspruchsvollste Übergangszeit des Jahres.
Der Startschuss kommt nicht vom Thermometer, sondern von der Zirbeldrüse: Kürzer werdende Tage lösen über Melatonin eine hormonelle Kaskade aus, die den Körper auf das Winterfell vorbereitet. Haarwurzel-Aktivierung, Melaninproduktion, Immunanpassung und Nährstoffverschiebung laufen gleichzeitig – der ganze Eiweißstoffwechsel wird einmal auf den Kopf gestellt.
- Zink – unverzichtbar für Zellwachstum, Haarwurzel-Aktivität und Immunfunktion; der Bedarf steigt messbar.
- Schwefel – Baustein für Keratin, das Strukturprotein von Fell, Huf und Haut.
- Aminosäuren – vor allem Lysin, Methionin und Threonin: Die Weide liefert jetzt weniger hochwertiges Eiweiß, während der Bedarf für die Haarbildung steigt.
- Kupfer & Selen – Kupfer ist an der Melaninbildung beteiligt (Fellfarbe und ‑qualität), Selen unterstützt den Schutz des Gewebes.
- Frisches Heu sofort verfüttern. Noch nicht abgeschwitztes Heu kann Koliken oder Hufrehe auslösen. Ist das alte Heu alle, den Übergang langsam gestalten und den Darm begleiten.
- Den Fellwechsel als „läuft von selbst“ betrachten. Er ist ein aktiver Prozess, der viele Nährstoffe verbraucht. Wer nicht nachjustiert, sieht mattes Fell, Schuppen und schlechte Hufqualität oft erst Wochen später.
- Mineralfutter zu spät geben. Die Weide liefert jetzt weniger Mineralien, der Fellwechsel verbraucht mehr – auch bei Pferden, die den Sommer über gut zurechtkamen.
- Wurmmanagement „nach Kalender“. Der Herbst ist der zweite Wurmdruck-Höhepunkt im Jahr. Jetzt Kotproben checken, statt „prophylaktisch“ Wurmkuren zu geben.
Artikel, Podcasts & Webinare
Alle Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Bei auffälligem oder ausbleibendem Fellwechsel immer den Tierarzt oder Therapeuten hinzuziehen.
Während wir noch den Sommer genießen, stellt sich der Stoffwechsel der Pferde schon ab August auf den Winter ein. Warum das den Stoffwechsel fordert und wie du dein Pferd mit Kräutern und einer guten Mineralversorgung sanft durch diese Zeit begleitest.
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Frisch geerntetes Heu braucht 6 bis 12 Wochen, bis es gefüttert werden darf: In dieser Zeit sinkt die Restfeuchte, Pflanzentoxine werden abgebaut und Ammoniak entweicht. Wird zu früh gefüttert, drohen Kolik und Hufrehe – so lagerst du dein Heu richtig durch die Umstellungszeit im Herbst.
Artikel lesen →Aktion gültig vom 26.08. bis 13.09.2026, ausschließlich für Neukunden und nur für Produkte der OKAPI GmbH. Nicht mit anderen Rabatten kombinierbar.
Mehr Wissen rund um dein Pferd bei Sanoanimal
Auf Sanoanimal findest du Fachartikel, Webinare und Podcasts zu allen Themen rund um dein Pferd – von Fellwechsel und Fütterung über Parasitenmanagement bis zu Stoffwechsel und Naturheilkunde. Finde das Wissen, das dein Pferd sicher in den Herbst begleitet.





