Fütterungsstudien beim Pferd: Warum Praxisbeobachtungen beim Raufutter oft recht behalten

ein Schimmel und ein braunes Pferd fressen Heu vom Boden auf dem Paddock

© Adobe Stock / Margaret Burlingham

Dieser Beitrag ist der dritte Teil unserer Fachreihe zur Raufutterfütterung beim Pferd. Während in Teil 1: „Raufutter & Faserlänge beim Pferd: Wie die Form des Raufutters die Verdauung beeinflusst“ die physiologischen Mechanismen von der Kaukinematik bis zur Darmperistaltik beleuchtet wurden und Teil 2: „Heu, Gras, Heulage, Strukturhäcksel und Cobs: Raufutter beim Pferd in Praxis und Wissenschaft“ die einzelnen Raufutterarten bewertet hat, widmet sich dieser Teil den methodischen Hintergründen: Warum Praxisbeobachtung und Fütterungsstudien oft scheinbar widersprüchliche Ergebnisse liefern und was die Wissenschaft tatsächlich belegen kann.

Einordnung und Konsequenzen

Warum Praxis und Studien auseinanderlaufen können

Wir haben jetzt für jede Raufutterform eine Praxisbeobachtung, einige Belege, mehrere plausible Erklärungen und vor allem sehr viele Lücken. Bleibt die Frage, warum sich diese Beobachtungen in den vorhandenen Studien so schlecht wiederfinden. Dafür gibt es neben den methodischen Gründen aus dem ersten Kapitel drei weitere, die in der Diskussion selten vorkommen.

Eine Diagnose, verschiedene Ursachen

Kotwasser ist kein Krankheitsbild, sondern ein Symptom. Dahinter können sehr unterschiedliche Vorgänge stehen: eine stärkeinduzierte Dysbiose, eine stressbedingte Störung, eine problematische Raufutterqualität, schlecht gekautes Futter, eine Zahnerkrankung, ein geschädigter Darm nach Antibiose oder Wurmkur, eine Sandbelastung und vieles mehr sowie beliebige Kombinationen verschiedener Ursachen.

Eine typische Fall-Kontroll-Studie nimmt nun zehn Pferde mit diesem Symptom und vergleicht sie mit fünf bis zehn Pferden ohne. Gibt es fünf verschiedene Ursachen, und wirkt eine Futterform nur bei einer davon, verschwindet ein starker Effekt in dieser Untergruppe im Mittelwert. Das Ergebnis lautet dann: kein Zusammenhang. Richtig wäre: in dieser gemischten Population kein durchschnittlicher Zusammenhang.

Genau dieses Muster zeigen die Untersuchungen von Lindroth und Kollegen. In zwei Fall-Kontroll-Studien war die Kotpartikelverteilung zwischen Pferden mit und ohne Kotwasser ähnlich; in einer Teilpopulation unterschieden sich Milchsäure und Wasserhaltekapazität, in der anderen nicht. Die zugehörige Fütterungsstudie fand bei Kotwasser-Pferden unter anderem mehr Kraftfutter, Stärke und Zucker sowie weniger NDF, für einzelne Raufutterformen dagegen kein einfaches Signal. Als beobachtende Studien mit Besitzerangaben können sie Strukturhäcksel weder als Ursache identifizieren noch freisprechen.

In der Praxis arbeitet man genau andersherum. Man hat ein einzelnes Pferd, verändert eine Sache und schaut, was passiert. Verschwindet das Kotwasser nach der Umstellung auf langes Heu und kommt bei erneuter Häckselfütterung wieder, ist das für dieses Pferd ein aussagekräftiger Befund, auch wenn er in keiner wissenschaftlichen Studie oder Populationsstatistik auftaucht. Beide Erkenntniswege beantworten unterschiedliche Fragen: die Studie, ob ein Faktor im Durchschnitt vieler Pferde ins Gewicht fällt, die Praxis, was bei diesem Pferd hilft.

Bei Pferden, die trotz guter Raufutterversorgung Verdauungsprobleme zeigen, kann eine individuelle Einschätzung durch einen kompetenten Therapeuten aus dem Sanoanimal Therapeuten-Netzwerk helfen, Ursachen wie Zahnprobleme oder Dysbiosen abzuklären.

Kot ist nicht Dickdarm

Der zweite Grund betrifft die Messstelle. Kot ist leicht zu gewinnen und wird deshalb für Mikrobiom- und Partikelanalysen verwendet. Die direkte Untersuchung verschiedener Darmabschnitte zeigt jedoch, dass Blinddarm, ventrales Colon, Beckenflexur, dorsales Colon und Rektum unterschiedliche mikrobielle Lebensräume sind. Raspa und Kollegen warnen nach der direkten Untersuchung von neunzehn Pferden ausdrücklich davor, aus einer Kotprobe auf den gesamten Verdauungstrakt zu schließen.

Für unsere Frage heißt das: Ein unauffälliges Kotmikrobiom beweist keinen unauffälligen Dickdarm. Veränderungen in einem vorderen Fermentationsraum können im Rektum abgeschwächt oder verändert erscheinen und in den Mittelwerten verschwinden. Dasselbe gilt für Partikelgrößen, weil das Material auf dem Weg dorthin weiter mikrobiell abgebaut wird.

Studienzeitraum vs. Stallrealität

Der dritte Grund ist die Dauer. Die meisten Fütterungsversuche laufen zwei bis drei Wochen, gelegentlich einige Monate, die dann schon als “Langzeitstudie” bezeichnet werden. In der Praxis sehen wir Pferde, die seit Jahren Heulage oder Häcksel bekommen. Ein Prozess, der sich langsam aufbaut, etwa eine schleichende Verschiebung der mikrobiellen Zusammensetzung oder eine allmähliche Reizung der Magenschleimhaut, kombiniert mit immer wieder auftretenden Stressphasen wie der Integration neuer Pferde in die Gruppe, ist in einem dreiwöchigen Versuch unter kontrollierten Boxenhaltungsbedingungen nicht darstellbar. Umgekehrt zeigt sich in der Praxis oft, dass auch die Erholung Monate braucht und nicht Wochen.

Was wir derzeit über die einzelnen Raufutterformen sagen können

Die folgende Übersicht fasst zusammen, was wir beobachten, was davon belegt ist, was plausibel vermutet werden kann und was schlicht nicht untersucht ist.

Gras

  • Praxisbeobachtung: Pferde mit ausreichend Weidegang und langem Heu haben seltener hartnäckige Verdauungsprobleme; kurzer, restriktiver Weidegang verändert das Fressverhalten deutlich.

  • Belegt: Sehr lange Fressdauer; die Aufnahmerate steigt, wenn der Weidezugang zeitlich eingeschränkt wird; Bestandshöhe verändert Bissgröße und Zahl der Kaubewegungen pro Gramm Trockenmasse.

  • Vermutet: Hoher Wassergehalt und Pflanzenstruktur erzeugen andere Bedingungen im Maul als trockenes Heu.

  • Nicht untersucht: Dreidimensionaler Vergleich der Kieferbewegung zwischen Gras und Heu bei definierter Pflanzenstruktur; Kieferbewegung bei kurzem gegenüber hohem Gras.

Langstängeliges Heu

  • Praxisbeobachtung: Die Futterform, mit der die wenigsten Probleme auftreten und auf die bei chronischen Verdauungsproblemen zurückgestellt wird; einzelne Chargen können trotzdem Probleme machen.

  • Belegt: Größte gemessene seitliche Kieferauslenkung mit vollständigem Kontakt der Backenzahnreihen; höchste Kauarbeit pro Kilogramm; höchste Speichelmenge pro Kilogramm; botanische Zusammensetzung verändert die Zahl der Kauschläge.

  • Vermutet: Die intensive Scher- und Mahlwirkung ist wichtig für die Aufbereitung der Faser für die Mikroorganismen.

  • Nicht untersucht: Partikelverteilung und Faserbruch im abgeschluckten Bolus, auch im Vergleich verschiedener Heutypen und bei unterschiedlichem Fütterungsmanagement.

Strukturhäcksel

  • Praxisbeobachtung: Überdurchschnittlich häufig in der Ration von Pferden mit chronischem Kotwasser, Blähungen und gärigem Kot; Weglassen ist bei einem Teil dieser Pferde der Wendepunkt der Therapie.

  • Belegt: Kurze, kräftige Kauzyklen bei einem Stroh-Luzerne-Häckselgemisch; Häcksel im Kraftfutter verlangsamen dessen Aufnahme; gehäckselte Luzerne wird etwa doppelt so schnell gefressen wie langes Heu; bei Absetzfohlen schwerere pylorische Läsionen unter grobem Luzerne-Häcksel.

  • Vermutet: Teilweises Quetschen statt vollständigem Mahlen; dadurch andere Bruchstruktur und Oberfläche der Fasern und andere Bedingungen für die faserabbauenden Mikroorganismen; mögliche mechanische Reizung einer vorgeschädigten Magenschleimhaut.

  • Nicht untersucht: Dreidimensionale Kieferbewegung bei Häckseln; Partikelverteilung im abgeschluckten Bolus; Fermentation und Motorik im Dickdarm in Abhängigkeit vom Ausgangsmaterial.

Eingeweichtes Heu

  • Praxisbeobachtung: Wird häufig schneller aufgenommen als dasselbe trockene Heu; bei einem Teil der Pferde bessert sich die Verdauung, wenn stattdessen trockenes Heu gefüttert wird.

  • Belegt: Die Behandlung verändert Wassergehalt, Haptik und Akzeptanz; die Aufnahme kann je nach Versuch schneller oder langsamer sein.

  • Vermutet: Grasähnlichere Kaubewegung, schnellere Bolusbildung und weniger Speichel pro Kilogramm Trockenmasse, weil das Futter bereits hydratisiert ins Maul gelangt.

  • Nicht untersucht: Kieferbewegung, Speichelmenge und abgeschluckte Partikelgröße bei trockenem gegenüber eingeweichtem Heu, auch in Abhängigkeit von Einweichzeit und Heutyp sowie Veränderungen der Aufnahme und des Mikrobioms, mit zunehmender Zeit in der Raufe. Die einzige direkte Kaustudie ist wegen einer internen Ergebnisverwechslung nicht verwertbar.

Bedampftes Heu

  • Praxisbeobachtung: Wie beim eingeweichten Heu; wird oft zügig aufgenommen.

  • Belegt: Kann die Aufnahme bei hygienisch gutem Heu deutlich erhöhen, bei stärker belastetem Heu dagegen nicht.

  • Vermutet: Weichere Struktur verändert den Kauprozess in Richtung frischen Pflanzenmaterials.

  • Nicht untersucht: Dasselbe wie bei eingeweichtem Heu; zusätzlich fehlt jeder direkte Vergleich von Anfeuchten, Einweichen und Bedampfen mit Erfassung der Kaukinematik.

Heulage und Silage

  • Praxisbeobachtung: Sehr häufig in der Ration von Pferden mit chronischem Kotwasser, Blähungen und Koliken; Umstellung auf Heu ist bei vielen der Wendepunkt.

  • Belegt: Kann Kauschlagzahl, Kotpartikelgröße, Passage und mikrobielle Verhältnisse im Dickdarm gegenüber Heu verändern; mehr Kauschläge gingen bei Grassilage mit größeren Kotpartikeln und kürzerer Verweildauer einher; spät geerntete Heulage weist nach der Konservierung höhere Keimzahlen auf.

  • Vermutet: Feuchtigkeit, Elastizität der Faser, Gärsäuren und eingebrachte Mikroorganismen wirken gemeinsam; als „Heulage“ verkauftes Futter ohne echte Vergärung bringt zusätzlich ein hygienisches Risiko mit.

  • Nicht untersucht: Vergleich derselben Pflanzencharge als Heu und als vollständig charakterisierte, tatsächlich vergorene Heulage, mit Kaukinematik, Bolus, Mikrobiom verschiedener Darmabschnitte und Metabolom sowie Langzeiteffekte über Monate oder Jahre der Fütterung.

Heucobs und Pellets

  • Praxisbeobachtung: Für viele Pferde unproblematisch; deutliche Unterschiede zwischen Herstellern; Pellets mit etwa 6 bis 8 Millimetern Durchmesser funktionieren meist gut, dickere häufiger nicht; eingeweichte Cobs erfordern kaum noch Kauarbeit.

  • Belegt: Deutlich kleinere seitliche Kieferauslenkung als bei Heu; Pellets, die sich nur in ihren physikalischen Eigenschaften unterscheiden, verändern das Kauverhalten; feine Vermahlung mit anschließender Pelletierung verlängerte die Verweildauer und verlangsamte den mikrobiellen Faserabbau; eine reine Pelletdiät führte zu mehr großen Kotpartikeln und geringerer Faserverdaulichkeit.

  • Vermutet: Der Vermahlungsgrad vor dem Pressen könnte für die Verdauung wichtiger sein als der Durchmesser des fertigen Pellets; die Art der Zerkleinerung beeinflusst die Zugänglichkeit der Faser stärker als ihre Größe.

  • Nicht untersucht: Dieselbe Heucharge lang, gehäckselt und in unterschiedlichen Vermahlungsgraden, Durchmessern und Härten pelletiert, jeweils trocken und eingeweicht, mit Erfassung von Kaubewegung, Bolus, Passage und Fermentation.

Stroh

  • Praxisbeobachtung: In begrenzten Mengen und guter Qualität meist unproblematisch; Probleme vor allem, wenn Stroh Heu ersetzt und die Ration knapp ist; dann gehäuft Anschoppungskoliken und grobe Fasern im Kot.

  • Belegt: Niedrigste Verdaulichkeit unter den geprüften Raufuttern bei gleichzeitig größeren Kotpartikeln; bis zu 50 Prozent hygienisch einwandfreies Weizenstroh verschlechterte über drei Wochen die Ulkusscores nicht; in einer Risikofaktorstudie war Stroh als alleiniges Raufutter mit erhöhtem Ulkusrisiko verbunden.

  • Vermutet: Die starke Verholzung fordert eine andere mechanische und mikrobielle Verarbeitung; große Kotfasern entstehen hier auch ohne Kauproblem.

  • Nicht untersucht: Kieferbewegung und Bolusstruktur bei Stroh; Unterschiede zwischen Strohsorten; Peristaltikveränderung unter Strohfütterung (altbekannte “Strohkoliken”); Kauverhalten bei Stroh anstelle von Heu unter rationierter Fütterung.

Wie die entscheidende Studie aussehen müsste

Der notwendige Versuch ist erstaunlich naheliegend, allerdings überaus aufwendig. Man müsste einen möglichst einheitlichen Grasbestand ernten und daraus mehrere Futterformen herstellen: langstängeliges Heu, dasselbe Heu in definierter Häcksellänge, dasselbe Material in zwei Vermahlungsgraden pelletiert sowie aus demselben Aufwuchs eine tatsächlich zu Heulage vergorene Variante mit dokumentierter Trockenmasse, pH-Wert, Milchsäure, Essigsäure und weiteren Gärprodukten. Ein Teil des Heus müsste zusätzlich trocken, angefeuchtet, eingeweicht und bedampft verfüttert werden.

Die Pferde müssten in einem ausreichend großen Cross-over dieselbe Trockenmasse erhalten, bei kontrolliertem vorherigem Futterzugang, vergleichbarer Mahlzeitengröße und vergleichbarer Fressmotivation, denn Hunger und Zeitdruck verändern das Fressverhalten ebenso wie das Futter selbst.

Und dann müssten die entscheidenden Schritte gleichzeitig gemessen werden: die dreidimensionale Kieferbewegung, Kauzahl und Kauzeit, die Speichelproduktion, vor allem aber Partikelgröße und Faserbruch im abgeschluckten Bolus. Dazu Magenbefunde, regionale Transit- und Motilitätsmuster, die Partikelverteilung in verschiedenen Dickdarmabschnitten, Fermentationsmetabolite im Blut bzw. Urin des Pferdes sowie ein modernes Mikrobiom, idealerweise über einen längeren Zeitraum als die üblichen drei Wochen.

Ein solcher Versuch ist aufwendig, aber nicht unmöglich. Einzelne Bausteine davon existieren bereits, nur eben nie gemeinsam und nie an denselben Tieren. Die auffälligste Lücke ist dabei der abgeschluckte Bolus. Zwischen dem Futter vor dem Maul und dem Beginn der Verdauung im Magen liegt genau der Schritt, um den es eigentlich geht, und ausgerechnet dieser wird in fast allen Studien übersprungen.

Dass diese Untersuchung fehlt, ist kein Beweis für unsere Hypothesen. Es ist aber ebenso wenig ein Gegenbeweis.

Unser Fazit: Alles beginnt im Maul

Der vielleicht folgenreichste Denkfehler der klassischen Fütterungslehre besteht darin, Futter überwiegend über seine analysierbaren Inhaltsstoffe zu beurteilen. Für das Pferd ist Futter aber mehr als eine Nährstoffzusammensetzung. Es hat Länge, Dicke, Elastizität, Härte, Feuchtigkeit, Bruchverhalten und Oberflächenstruktur. Es schmeckt unterschiedlich und ist unterschiedlich mit Mikroorganismen besiedelt. Und bevor ein Darmbakterium überhaupt an eine Pflanzenfaser gelangt, muss diese Faser durch den Kauapparat, durch das Säurebad des Magens und durch die enzymatische Verdauung des Dünndarms.

Die vorhandene Forschung zeigt deutlich, dass unterschiedliche Futterformen unterschiedliche Kieferbewegungen, Kauschlagzahlen, Aufnahmegeschwindigkeiten, Partikelmuster und Passagebedingungen erzeugen. Sie zeigt ebenso deutlich, dass die einfachen Gleichungen nicht funktionieren. Mehr Kauschläge bedeuten nicht zwangsläufig bessere Zerkleinerung. Feiner verarbeitet bedeutet nicht zwangsläufig kleinere Kotpartikel oder bessere Verdaulichkeit. Mehr Darmkontraktionen bedeuten nicht zwangsläufig schnelleren Weitertransport. Und eine gleiche Gesamtverweildauer bedeutet nicht zwangsläufig, dass im Darm keine regionale Sortierung stattfindet.

Was wir haben, sind eine wiederkehrende klinische Beobachtung, mehrere physiologisch plausible Erklärungen, einzelne passende experimentelle Puzzleteile und große Forschungslücken. Daraus entstehen gute Hypothesen. Überprüfen muss sie die Wissenschaft.

Wer diese Beobachtungen mit dem Hinweis abtut, sie seien wissenschaftlich nicht bewiesen, verwechselt zwei Dinge. „Es gibt keine Studie, die das zeigt“ ist etwas anderes als „es gibt eine Studie, die das widerlegt“. Für Strukturhäcksel, eingeweichtes und bedampftes Heu fehlt bislang ausgerechnet die Untersuchung, die die wichtigsten Fragen beantworten könnte. Umgekehrt gilt aber genauso: Solange diese Untersuchung fehlt, ist unsere Erklärung eine Hypothese und kein Beweis. Wir halten sie für die derzeit plausibelste, und wir sagen dazu, worauf sie sich stützt und worauf nicht.

Für die Praxis ergibt sich daraus eine einfache Konsequenz. Bei einem Pferd mit chronischem Kotwasser, auffälliger Gasbildung oder Blähungen, wiederkehrenden Magenproblemen oder einer Verdauung, die trotz sinnvoller Fütterung und Therapie nicht stabil wird, lohnt es sich, nicht nur auf die Nährstoffanalyse der Ration zu schauen, sondern zu fragen: In welcher Form bekommt dieses Pferd sein Futter? Und was muss sein Kauapparat damit tatsächlich tun, bevor es im Verdauungstrakt ankommt?

Denn möglicherweise entscheidet nicht nur, was ein Pferd frisst, sondern schon, wie es dieses Futter kauen kann.

 


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Team Sanoanimal

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Wir sind ein erfahrenes Team von Therapeuten, spezialisiert auf Futterberatung und integrierte Tiertherapien für Pferde. Mit umfassender Erfahrung in der Behandlung von Stoffwechselproblemen setzen wir auf artgerechte Fütterung und naturheilkundliche Mittel, um die Gesundheit Ihres Pferdes zu verbessern. Profitieren Sie von unserem Wissen für das Wohl Ihres Pferdes.

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